Nachhaltig in die Höhe – Permakultur im Hochbeet
Jeder Gartenfreund, egal ob er nur ein paar Quadratmeter oder ein riesiges Grundstück sein eigen nennen kann, kennt sie, die Schmerzen im Rücken oder in den Beinen, wenn man wieder einmal knieend oder in gebückter Haltung gejätet, gesät oder geerntet hat. Stöhnend steht man auf und wünscht sich, beim nächsten Mal nur mit dem Finger zu schnippen und die Arbeiten wären erledigt – ganz ohne verspannte und schmerzende Muskeln.
Dabei gibt es für geplagte Gärtnerinnen und Gärtner auch ohne Zauberei eine perfekte Abhilfe – das Hochbeet. Endlich kommt nicht der Mensch zum Beet, sondern das Beet zum Menschen, denn die Pflanzebene wird einfach eine Etage angehoben, so dass man bequem in individuell angepasster Höhe arbeiten kann – ganz ohne Knie- oder Rückenbeschwerden. Ein stabiler Rahmen aus Holz, Stein oder anderen Materialien hält die aus mehreren Schichten bestehende Befüllung an Ort und Stelle und fügt sich im Lauf der Zeit nahtlos in die Gartenlandschaft ein oder bleibt ein auffälliger Blickfang.
Doch nicht nur für den klassischen Nutzgarten sondern auch für naturbelassene Gärten sind Hochbeete eine wertvolle Ergänzung, denn sie sind mehr als nur Reihen von Salatköpfen, Radieschen oder Erdbeeren. Auch ein Kräutergarten ist im Hochbeet möglich. Selbst Gartenfreunde, die Wert auf Permakultur, also auf echte Natürlichkeit, auf Einklang mit der Natur und Nachaltigkeit großen Wert legen, müssen nicht auf ein Hochbeet verzichten, denn was zu ebener Erde möglich ist, kann auch in einem Meter Höhe verwirklicht werden.
Hier sollte allerdings schon bei der Wahl der Beetumrandung Wert auf stimmige Materialien gelegt werden. Beton, Metall oder Kunststoff werden eher nicht zum Zuge kommen; stattdessen verleiht zum Beispiel eine Trockenmauer dem Hochbeet nicht nur ein besonderes Aussehen, sondern bildet einen eigenen kleinen Mikrokosmos und bietet mit ihren Hohl- und Zwischenräumen den unterschiedlichsten Pflanzen und Tieren einen zusätzlichen kleinen Lebensraum, was wiederum der Philosophie der Permakultur perfekt entspricht.
Natürlich muss die Gärtnerin oder der Gärtner aufgrund der begrenzten Fläche des Hochbeets vielleicht ein wenig mehr Sorgfalt auf die Wahl der Pflanzen und ihren Standort legen, doch bei geschickter Kombination ergänzen sich die einzelnen Pflanzen und auch die Tiere, die auf und von ihnen leben, zu einer intakten Gemeinschaft. Die Hand des Menschen muss dann auch im Hochbeet nur sanft lenkend, niemals aber bekämpfend eingreifen.
Die Permakultur im Hochbeet bietet jedoch nicht nur Erwachsenen einen Vorteil. Junge “Nachwuchsgärtner” können die Natur im wahrsten Sinn auf Augenhöhe erleben und die Pflanzen- und Tierwelt aus einem ganz neuen, spannenden Blickwinkel erleben.
